Wasserburg am Inn
am Marienplatz
das Rathhaus und die Frauenkirche mit Stadtturm
Die 1324 urkundlich erwaehnte Marktkirche ist der aelteste noch erhaltene Kirchenbau in der Stadt. Die frueher beruehmte Wallfahrtskirche wurde 1753 innen im Stile des Rokoko umgestaltet, wobei der Eindruck des Innenraums trotz der weitgehenden Entfernung gotischer Bauelemente erhalten blieb. Von besonderer Bedeutung ist das um 1420 im Stil der ,,Schoenen Madonnen,, entstandene gotische Gnadenbild der Muttergottes. Sie thront im Hochaltar vor einer barocken Darstellung der Stadtansicht. Bei der Restaurierung von 1974-75 wurde die erst 1912-13 wieder freigelegte barocke Fassung der Kirchenausstattung belassen und die reiche Bemalung gereinigt und ausgebessert. So praesentiert sich heute die aelteste Kirche der Stadt in heiterem, jedoch keineswegs ueberschwaenglich-dekorativem Barock. - Bei dem angebauten, 65 Meter hohen Turm handelt es sich um den ehemaligen Wachtturm - deswegen das Stadtwappen mit dem Loewen am Turm. Das Obergeschoss beherbergt die Wohnung des staedtischen Tuermers, im Erdgeschoss diente der Turm den Auflegern als Wachlokal, von dem aus sie ihrem ,,Nebenamt,,, naemlich nachts die Zeit auszurufen, nachzugehen hatten.
Das Rathaus der Stadt Wasserburg a. Inn wurde 1457 bis 59 anstelle eines frueheren, um 1252 entstandenen und nach dem Stadtbrand von 1339 erneuerten Rathauses erbaut. Die Gliederung des eindrucksvollen, spaetgotischen Baues orientiert sich an den Funktionen und Aufgaben der damaligen Stadtverwaltung. Im Brothaus wurden bis in die 1970er Jahre die Backwaren saemtlicher ortsansaessiger Baecker angeboten. Es beherbergt heute ein Cafe. An die ehemalige Kornschranne erinnert die Eingangshalle des Rathauses. Der kleine Rathaussaal (Ratsstube) im Obergeschoss war der traditionsreiche Versammlungsort des Stadtrates frueherer Jahrhunderte, aber auch einiger Kreistage, denn Wasserburg war bis 1806 baierische (Reichs-)Kreisstadt. Mit seinen unveraendert erhaltenen Decken und Fresken von 1564 und den Schraenken von 1666 ist er eine der Hauptsehenswuerdigkeiten. Im Tanzhaus, dem heutigen grossen Rathaussaal, wurden von jeher Feste, Hochzeiten und Empfaenge abgehalten. Die heutige Ausgestaltung erhielt dieser Raum in den Jahren 1902-1904, nachdem er beim Stadtbrand 1874 ausgebrannt war. Heute dient er unter anderem den bekannten Rathauskonzerten als stimmungsvoller Raum.
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"Bildergalerie - Wasserburg"
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| Foto: Achim Boettger | Ort: Wasserburg am Inn | Land: Deutschland | Datum: 31.03.2015 | 2/23 | |
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